…sind nicht Dat Andi seins.
Insgesamt 20h sind irgendwie zwar, in Anbetracht der Entfernung, relativ ok, aber anstrengend. Aber immerhin besser als Laufen.

Unsere Plätze waren Weise gewählt, da es nur zwei Sitze nebeneinander gab. Da bestand Hoffnung, dass uns niemand nervt. Leider kann es anders als geplant. Kurz vor Ende des Boarding strömte eine Heerschar von deutschen in unser direktes Umfeld und die Ruhe war dahin. Brüllende ÖsterreicherInnen inklusive.
Zwischenzeitlich gab es noch das zugesagte 3-Gänge Menü mit Käseauswahl und Champagner. Zusammengefasst gab es ein Tablett, unglaublich viel Abfall und Das Andi betrachtet die „Speisen“ als: tat nicht weh und ist nicht lebensverkürzend – braucht aber kein Mensch.
Ergänzend: es gab ein Pinneken von Blubber und es reichte zum Anstossen.
Als sich die Reisegesellschaft nach dem üppigen Festmahl gegen Eins zur Ruhe begeben konnte, erfreute man sich des angeschafften Equipments eines Reisekissens und eines gescheit abschirmenden Kopfhörers. Dat Andi hatte einen knarzenden Sitz erwischt, der bei jeder Positionsänderung, gefühlt die anderen 500 Mitreisenden aus dem Schlaf reißen würde. -War aber wohl nicht so, da die Crew die schnorchelnde Menge erst gegen 10 Uhr morgens mit einem erheiternden „Licht AN“ zum Morgenapell ermunterte.

Dat Andi hatte nur fünf Stunden Schlaf ergattert, aufgeteilt in gefühlt 40 Phasen. Daher alle Lebenszeichen des high tech Trackers mit Tendenz zur Null…Rückenaua und bedenkliche Lebenslaune.
Zur Stärkung bekam die Reisegesellschaft vom liebenswerten Bordpersonal ein gesundes, cerealien- und Vitaminreiches Frühstück in nachhaltigen Plaste-Verpackungen kredenzt. Dies rüstete für einen erlebnisteichen Tag.
Zum Glück gab es noch atemraubende Blicke aus dem 30 Jahre alten Fenster, welche Dat Andi etwas für die Leiden entschädigte.


Es wurde erfolgreich gelandet – sehr gut – durch einige Mitreisende, ach komm!, die meisten…ein enormer Saustall hinterlassen und dann hat man sich in die Reihe der Migranten eingereit und gewartet.
Kurz die Formalitäten geklärt, einen unscheinbaren Bon erhalten und buen viaje! – später im Hotel wurde Dat Andi erklärt, dass dieser Bon einer Einreisebestätigung in Russland ebenbürtig ist – omg –
Sie wurde umgehend laminiert, in Leder gebunden und in den Reisepass getackert…
Aber immerhin war Dat Andi nun nach einer Reise um den halben Planeten in Chile angelangt. Müde – erschöpft – unterernährt, aber er hatte überlebt! – ein Teufelskerl!



















