Wie immer, woanders, erkundete die Reisegesellschaft diese Millionenstadt ausgestattet mit geringen Vorkenntnissen, einem unausgegorenen Plan sowie einen hohen Maß an Selbstüberschätzung der Verfassung.

Die Anreise noch in den müden Äuglein, starten wir den Tag mit einem herrlichen Frühstück ohne den herrlichen Blick auf die Anden, die waren abhanden.

Daher beim Kaffee auf dem Dach nur ein nebliges Panorama.

Vamos! Auf in die Stadt. Zusammengefasst hat man den Eindruck, dass so Diktatoren es sich schon recht nett machen. Ansonsten erkennt man ein erhebliches Maß an Armut, wenn man den Stadtteil Providencia verlässt und zum Centro Historico wandert.

Die Mischung aus historischen Gebäuden, die sich in ein Potpourri aus 60er/70er Jahre Bauten integrieren (müssen) ist schon recht strange. Mal Kolonialstil, dann ein Schloss, dann ein Bürokomplex… wie soll der Geist da noch mitkommen?

Aber tapfer wurden die hotspots abgearbeitet.

Die alte Post
Kirche San Francisco (nice)
Markthalle
Kathedrale
Parlament

Und ZACK – die ersten 6 Kilometer auf dem Tacho. Zwischendurch noch lecker Käffchen und ein köstliches Sandwich zur Stärkung und den einen oder anderen Liter Wasser. Mittlerweile war die Sonne anwesend und brutzelt aufs Haupthaar.

Eigentlich war der Plan vom Hausberg den Sonnenuntergang zu bewundern, jedoch mangelte es an Panorama (wir waren froh gestern gute Sicht gehabt zu haben). Also entstand der neue Plan sich durch einen Hop on Bus nach Hause schuckeln zu lassen. Fiel jedoch aus, da die Reisegesellschaft 35.000 Dollar für eine Busfahrt absurd findet!

Also rocken die tapferen Abenteuer die nächsten Kilometer runter.

Santa Lucia Park
Santa Lucia II
Papagei

Müde, mental überflutet von enormen Eindrücken erreichten die Reisenden das Übergangs Habitat. Bei Ankunft standen dann 23 km auf der Uhr.

Unter Einfluss von erfrischenden alkoholischen Kaltgetränken, dargereicht von einen netten Kellner mit Berliner Migrationsgeschichte, schreibt der Autor ein paar Zeilen und später werden noch Pläne für das morgige Ziel der Atacama bei chilenischem Essen erdacht.