Edinburgh Finish line

Man kann es irgendwie nicht ganz realisieren, aber das offizielle Ende der Rally ist erreicht.

Pünktlich um 16:50 Uhr erreichten wir mit einem schnaufenden Schorsch die Ziellinie.

Aber fangen wir am Morgen des letzten Tages an.

Gegen c.a. 9 Uhr verließen wir das feine Hostel und erhielten an der Rezeption den Hinweis zum Donnatter Castle zu fahren. Welch Überraschung! Dies war auch die Empfehlung der Rally Leitung. Also hin da!

Zuvor hatten wir den Plan am Hafen ein kleines Frühstück einzunehmen. It’s good to have a plan!

Am Hafen ein Cafe erblickt und ZACK war unsere Öko-Test Bilanz der Tour im Eimer. What a Trash! Tee aus dem Pappbecher, selbstverständlich mit Plastik-Deckel, Essen auf Papier Tellern und Last but not least: Plastikbesteck. Wir waren bedient und machten uns auf zum Castle.

Hier wurden wir entsprechend für unser Trash-Breakfast entlohnt.

Toll! Beeindruckend, wie diese Festung auf diesem Felsen errichtet worden ist. Durch die Beschreibungen jedes Raumes bekam man eine Idee, wie es mal ausgesehen hat und wie es funktioniert haben soll. Fein.

Trotz netter Unterhaltungen beim schlechtesten Kaffee der Tour, mussten wir schnell weiter, da wir noch das Roadbook basteln mussten und nach Edinburgh cruisen und die Party Location finden und…

Für die Roadbook Bastelstunde stand uns der Sinn nach einem Cafe am Strand, ganz cute und mit einem leckeren Kännchen Tee mit Milch.

Nicht ganz geklappt, aber nette Menschen und ein netter Platz. Aber keine Ahnung was das sein sollte. Irgendwas zwischen Lagerraum, Pommesbude mit altem Fett und Kiosk. *grübel*

Nachdem wir die SAC[F] Verschwörung im Roadbook öffentlich gemacht hatten, erreichte uns doch etwas Hektik, da es schon zu fortgeschrittener Stunde war.

Aufbruch! Bei wilder Fahrt chic machen, Wasser kaufen und Vollgas zur Ziellinie! Da im Roadbook die Karte zur Zielllocation irgendwie nach „Na da drüben“ aussah, kurften wir ausgiebig durch Vororte, Nebenstrassen und Bahnlinien, über Autobahnen und drunter durch und…

And there we are! We did it!

Bei der Siegerehrung bekamen wir den Preis für das wildest Camping und feierten uns gebührend. Leider gab es für wunderbare Fotos Abzüge, sodass wir das Treppchen nur knapp verfehlt hatten.

Gewonnen hat ein Team, dass noch die Zeit gefunden hat drei (!) Inseln zu bereisen… Respekt!

Auch die Passaratis erreichten etwas später das Ziel und wir feierten uns,  die Tour und die netten Menschen.

Die kleinen Jungs mit dem Dudelsack und die junge Singer Songwriterin aus dem Nachbarort sorgten für eine wirklich tolle Atmosphäre. Die Schlossbesitzer-Familie beeindruckte uns durch interessante Gespräche und die Tanz-Performance des Sohnemanns. Lustige Menschen.

Bei Grillwurst, Whisky und ein paar Cidre ließen wir die Rally ausklingen und feierten irgendwie ganz schön lange, schnackten mit den anderen Rally-Mates, beschwerten uns bei SAC und hatten eine herausragende Zeit.

Morgen dann die Fähre nach Amsterdam.

Vorerst vorletzter Tag

Wir sind heute früh aus derb Schlafsäcken trotz regnerischer Nacht und packten die nassen Zelte, mitsamt der gefühlt halben, frisch gemähte Wiese in den Schorsch und machen uns auf nach Inverness. Hier wollten wir Delphine gucken.

Aber Stopp! Erst mal an einem supernetten, super teuren Cafe erst einmal selbigen genießen!

Frisch gestärkt ging es Richtung Westen. Bei Regen merkte man dem Schorsch die müden Glieder und kaputte Vorderachse an, sodass wir es gemächlicher angegangen sind. Immerhin hat der alte Herr uns nun treu über 3.000 km kutschiert.

Am heissen Spot für dolphin watching angelangt war der erste Bootsmann ausgebucht. Der nette Herr riet uns vom Dolphin-Gucken-Anbieter in Inverness und verwies uns lieber an nette Leute in Cromarty. Hier gab es nur noch einen Platz und man bat uns eine Stunde zu warten, da vielleicht jemand seinen Platz nicht haben möchte.

Da wir endlich den idealen Punkt für unser Mary Poppins Photo gefunden hatten, nutzten wir diese Chance.

Perfekt! 3.000 km bis wir den gewünschten roten Zaun gefunden hatten!

Leider wurde der Platz nicht frei und so machten wir uns auf zum Aussichtspunkt, um die scheuen Wesen erblicken zu können. Leider Fehlanzeige.

Also weiter zum nervigen Photo drucken. Dat Andi hatte noch wenig Erfahrung mit diesem Nervkram und gab sich daher etwas blauäugig dieser BEKLOPPTEN BESCHÄFTIGUNG hin *grml*. Da die Navigatorin mittlerweile mit knurrendem Magen der Druck-Aktion und Fotoauswahl beiwohnte, begab sie sich (leider erfolglos) auf Nahrungssuche und bekam nicht mit, wie Dat Andi vor dieser Kiste in der Drogerie zunehmend verzweifelte…

Aber die Fotos (oder eher 98%) konnten gedruckt werden und der Programmpunkt abgehakt werden. Da die Straße uns gestern den Tausch des Bowler ermöglicht hatte, es aber zu dunkel für ein Photo war, musste dies noch nachgeholt werden.

Aber dann…

Next Stop the Malt Whiskey Trail. Wir hielten an drei der unzähligen Destillerien und freuten uns eigentlich auf ausreichende Verköstigung und Whiskey-schlürfen. Leider waren alle geschlossen. Da die anderen Teams fleißig Bilder gepostet hatten von Destillerie-Führungen und Probieraktionen, schoben wir es auf die fortgeschrittene Zeit und stellten fest, dass ja Sonntag war…Aber schöne Bilder gab es trotzdem.

Auf dem Weg Richtung Aberdeen erreichte uns ein Hilferuf eines vor uns liegen gebliebenen Teams. Schnell erspähte die Navigatorin das Ziel, gab Dat Andi die Koordinaten und Dat Andi den Schorsch die Sporen!

An der Schadenstelle nach 50 min angelangt, wurde das Auto schon abgeschleppt, aber beim nächsten Halt konnte Dat Andi zwar die abgefallene Verteilerkappe diagnostizieren, jedoch das Fahrzeug nicht wieder zum Laufen bringen. Leider kann das Ersatzteil erst morgen beschafft werden. (Hoffentlich)

Da es Zeit war ein Schlafplätzchen zu finden, rockten wie Richtung Stonehaven, da dort Camping Sites angezeigt wurden. Dieses Dorf ist eine Augenweide!

Da wir in Stonehaven einen Inder gesichtet hatten, nahmen wir dort ein appetitliche Abendessen ein (war Bombe) und wir buchten ein Hostel in Aberdeen.

Dieses Hostel ist unglaublich! Morgen gibt es Bilder, da es nun Schlafenszeit ist und wir morgen Party tauglich aussehen sollen.

Tag 8

Spät in der Nacht (oder früh morgens) können weite doch etwas nächtigen. Aufgrund der Horror-Nacht kamen wir später aus den Federn und genossen, o Wunder, ein gutes Frühstück bei Trockenheit.

Kurz vor der Abfahrt stellten die Passaratis fest, dass eine Geldbörse verschwunden war! Mist! Eine ausgiebige Suchaktion beginnt. Aber nach acht Tagen wird es auch mal Zeit, das Auto neu zu strukturieren. Außerdem tauchte die Trinkflasche vom Andi wieder auf, welche seit Tag 1 verlustig war. Alles wendete sich zum Guten, da die sehr nette Platzbesitzerin informiert war und über Facebook (es ist nicht alles schlecht am Fratzebuch) erfuhr, dass ein ehrlicher Finder das gute Stück bei der Polizei abgegeben hatte.

Also wieder einpacken, wieder über die tolle Passstrasse zurück und kurz Geld geholt.

Leider war es“nur“ ein Dorfpolizist und wir verabschiedeten uns von einer Fotoaufgabe für die wir zwei Bobbys benötigt hätten. Aber wir waren erleichtert und Happy!

Also ging es bei Regen auf die Strecke und wir hatten noch einige Meilen zu meistern.

In einer Bücherei! In einem verwunschen anmutenden Dorf (wirklich hübsch war es nicht) mit einem fast karibischen Strand (der war hübsch, aber wegen des anhaltenden Regens kein Foto) nahmen wir Kalorienbomben ( Käsescones) zu uns.

Pappsatt ging es weiter. Wieder einmal kurz falsch abgebogen und ZACK! auf einer super lustigen und spannenden Straße zu einem super Spot.

Da die Passaratis die schöne Location für eine Runde „Kötel-Golf“ nutzten, waren alle Utensilien für das „Golfshot-Next-To-A-Beaver“-Bild vorhanden.

Anekdote zu dieser Photo Challenge: Wir haben uns mit der Erfüllung etwas schwer getan, da wir bei der Übersetzung von „Beaver“ gedacht hatten, dass es nicht einfach mit „Biber“ zu Übersetzen sei. Also bitte mal „beaver“ in ein Übersetzungs-Programm eingeben 🙂 Nachdem wir mit dem Lachen aufgehört hatten, fiel uns die Erfüllung aus nachvollziehbaren Gründen, schwer 😀

Tagesziel wäre eigentlich der Bereich hinter Ullapool gewesen und wir hatten noch 70 Miles vor uns… Da sich die Passaratis nicht von diesem bezaubernden Fleckchen losreißen konnten, verbrachten wir hier eine gefühlte Ewigkeit und der Tag war schon sehr fortgeschritten.

Wir setzten uns das Ziel Ullapool, um dort zu Nächtigen und auch zu entscheiden, wie und ob wir am nächsten Morgen früh (hahaha) auf die Strecke begeben und nach John o’Groates heizen (139 Miles).

Im sehr hübschen Hafenort Ullapool angekommen erblickten wir ein Indisches Restaurant direkt neben einem Campingplatz und quartierten uns ein. Abendprogramm war ein Abend im Pub mit Live Musik und lecker Cidre trinken.

Durch die Verzögerung der morgentlichen „ooops-das-Portemonaie-is -futsch“-Aktion waren wir auch wegen der „ui-hier-ist-es-hübsch-hier-bleibe-ich“-Aktion entschieden wir beim Abendessen in Ullapool zusammen mit den Passaratis, die Nord-Strecke auszusetzen und den Rally Tross bei Inverness wieder einzuholen.

Tag 7

Leider mussten wir diesen großartigen Spot wieder verlassen.

Wir sollten ja schließlich heute weiter Richtung Norden und eine weitere Passstrasse mit großartiger Sicht und hervorragenden Scones finden und fahren.

Aber wir nutzen den Sonnenschein und den schönen Ort um zusammen mit dem Passarati Hotel #100 weitere und vor allem lustige Fotos zu schießen.

Cellebrities

Cover picture

Somit kamen wir sehr spät los und Schorsch hatte ja noch dieses Reifen Problem, welches vor der Passstrasse gelöst werden sollte.

Also scouteten wir etwas vor den Passaratis nach Fort Williams vor und suchten eine Werkstatt.

Drei gelangweilte Mechaniker lungerten vor der Reifenbude rum und nach kurzem Auftrag wurden die Reifen der Vorderräder innerhalb einer Pipi Pause gewechselt und wir konnten weiter. Ein Gefühl wie bei der Formel 1!

Wir mussten sogar auf die Passaratis warten!

Aber dann streight North!

Wir wurden wiederum von einer in der Abenddämmerung magisch anmutenden Sicht auf gefühlt ganz Großbritannien empfangen und genossen die Fahrt. Schorsch fühlte sich wie am Pikes Peak und rockte die Straße. Ein Teufelskerl!

Als ich ihm durch Öffnen der Haube am Gipfel Linderung verschaffen wollte, machte er sich selbst (Manche behaupten es sei der Wind gewesen) die Haube wieder zu, weil er mehr von den geilen Sch… brauchte.

In Appledorn genossen wir die Ankunft bei leckerem Seafood und Cidre. So kann man es aushalten.

Da wir c.a. 100-150 km hinter allen anderen waren (und ca. 50 km vor den Passaratis ;-)), einigen wir uns darauf, in Appledorn zu bleiben und freuten uns auf die Dusche am nächsten Morgen.

Zum Abendessen gab es Brot mit gegrillter Paprika und Pfannkuchen mit Orangenmarmelade.

Gegen 2 Uhr ging die Welt unter. Der Sturm zerrte an den Zelten und ein heftiger Regen machte das Nachspannen der Zeltverzurrungen unangenehm.

Aber irgendwann erreichten wir doch das Reich der Träume.

The fight

Next Mission accomplished.

Es galt vor einer angesagten Sehenswürdigkeit eine Kapfszene aus Highlander nachzustellen.

Erst später erfuhren wir vor Ort, dass dieses Eilean Donan Castle erst neueren Datums sei und somit waren irgendwie alle etwas enttäuscht. Die neueste Recherche beruhigt uns, da die ursprünglich an diesem Ort befindliche Burg aus dem Jahre 1220 stammt und einem echten Schottischen Adel (MacRae) gehört. Sie wurde lediglich im Jahre 1920-1932 aufwändig restauriert und erweitert. Aber trotzdem ein geschichtsträchtiger Ort.

Wir schnappten uns die Utensilien und fanden schnell einen perfekten Spot für das Foto, die Szene war der Navigatorin schnell erläutert und die Idee zum Bild festgezurrt.

Sehr gelungen der Take 🙂

Die Passaratis mochten es etwas doller und verabredeten sich mit anderen Teams, um eine große Schlacht auf dem Burghof darzustellen. Eine lustige Szene.

Da wir noch einiges vor hatten, machten wir uns rasch wieder auf den Weg.

Kurzer Boxenstop

Das war schnell!

Mittlerweile hatten die Außenseiten der beiden Vorderreifen sogut wie kein Profil mehr auf der Pelle. Daher suchten wir uns in Fort Williams eine Werkstatt.

Auf dem Rally Ticker bei Whatts App hieß es schon von anderen gestrandeten Teams, dass die Werkstätten dort erst in der Folgewoche wieder Aufträge erfüllen könnten.

Aber wir versuchten trotzdem unser Glück. Wenn es nichts werden würde, könnten wir es sicherlich auf den Gerätschaften der Werksatt auch eigenständig richten.

Aber die Jungs vom Reifendienst machten einen Formel 1 tauglichen Job und wir waren innerhalb einer Pipi-Pause back on the Road! (Leider haben die Jungs bei der Aktion dem Schorsch im Bereich der Wagenheberaufnahme etwas beschädigt, aber schön, dass wir schnell wieder mobil waren)

Tag 6

Philipa hatte Recht behalten. Man schläft erstaunlich gut auf diesem Hof mit dieser positiven Ausstrahlung und den netten Bewohnern.

Da die Golf Boys die erste Nacht in einem günstigen Wurfzelt verbringen mussten (das Luxus Dachzelt wurde in Liverpool gestohlen), waren die beiden Jungs früh raus und haben uns an dem Spass des „Wurfzelt-wieder-in-die-Hülle-buxieren“ nicht teilhaben lassen. -menno!-

Auch Philipa, die dieses Schauspiel kaum erwarten konnte, hat es leider verschlafen. Beim Aufbruch überaschte sie das Team der Golf Boys noch mit einem handgemalten Bild für deren charity Partner. Wir waren schon wieder platt!

Nach einem schnellen Kaffee brechen wir unsere Zelte ab und folgen dem Tipp von Philipa zu einem naheliegenden Café.

Ein Kleinod!

The Ladies served tea and scones a a little pott of milk.

Hier verweilen wir ein wenig, da der Schorsch die Nacht nicht so gut überstanden hatte. Ein Steinchen hatte das Bremsblech zum Quietschen gebracht und nach den nunmehr reichlich Kilometern zeigt sich ein Mangel an der Vorderachse. Die Reifen sind außen fast komplett runter.

Gestärkt fuhren wir sehr spät los und entschieden uns den Highway Joker zu nutzen um die Zeit wieder reinzuholen. It´s good to have a plan!

Noch nicht richtig auf em Weg folgte ein Melkfett Bruder dem unstillbaren Verlangen nach dem zweiten Hinweis von Philipa: in ca. 10 min Entfernung steht der Baum aus dem Film „Robin Hood“ mit Kevin Costner. Also waren wir irgendwo im Nirgendwo und suchen einen Baum, an den Kevin gepinkelt hat, oder gelehnt hat? -Einen BAUM?

Wie sagte man Dat Andi gestern noch beim Fotografieren eines Schafes: „Der fotografiert ein Schaf? Bist Du irre? Die haben hier tausend Stück davon und DU fotografierst ein Schaf?!? -Ich glaub Du hast Sie nicht alle!“ – Und keine 12 Sunden später suchen wir einen Baum in Great Britain – Sachen gibts 🙂

Nach gefühlt dreiunddrölfzig Stunden Baumsuchen dann doch mal Richtung Loch Lomond, von dem alle so schwärmen.

Nach etwas Stau in Glasgow erreichen wir das Loch am späten Nachmittag bei atemberaubendem Licht. Geflashed waren wir aber irgendwie nicht. „Irgendwie Bodensee :-(“ – Wir verwöhnten Deutschen :-).

Also auf in die Highlands!

AWESOME!

Das Licht, die Berge, die kleinen blauen Seen in der Abendsonne! Und kleine Steine ragen senkrecht aus den Wässerchen und funkeln in der untergehenden Sonne wie Brillianten…

Wir sind geflashed!

Dann biegen wie ins Tal ab, um uns dem Task of the Day zu widmen. Wir sollen DAS Glan Coe Cover Foto machen. Da wir am Ende des Weges im Tal DEN ultimativen Wildcamping-Schlafplatz fanden, vertagten wir auch die Aufnahme DES BILDES auf den nächsten Tag und ließen die zweite Party sausen.

Unglaublich schön dieses Fleckchen Erde! Die Navigatorin baute Flux ihre Behausung auf die Insel und freute sich auf eine Nacht mit Himmel, Sternen und dem leisen Geplätscher der umgebenden Bäche.

Die Passaratis waren ja bedauerlicherweise an den Strassenrand gebunden, da das Luxus-Dachzelt sich ja nicht verlegen lässt und Dat Andi entschied sich für ein Bett in der Wiese. Eigentlich wollte Dat Andi im Schorsch nächtigen, jedoch wurde es nicht gestattet.

Bei Lachs vom Grill, Gin Tonic und ausgiebigen Gesprächen ließen wir den Abend ausklingen.

WONDERFUL!

Tag 5

Ui, diesen Tag habe ich ja total vermischt und schreibe ihn mal neu 🙂

Da dieses komische aber sehr sichere Parkhaus in Liverpool Dat Andi nötigte, direkt nach Öffnung um 7 Uhr ein neues Ticket zu kaufen, verließ Dat Andi schon um 6:30 Uhr sein kuscheliges, geblümtes Nachlager und löste ein Ticket für die kommenden zwei Stunden.

Beim Frühstück wurden wir freundlich nach unserem Getränkewunsch gefragt, welchen wir nach den gemachten Erfahrungen auf der Insel einstimmig mit „Tea my dear“ beantworteten. Und was bekommt der freundliche Deutsche Rallyfahrer? -Kaffee 🙁 Aber immerhin war der gar nicht so schlecht. Zwar dünn wie Tee, aber ok.

Wir werden auch keine Freunde des englischen Hotelfrühstücks… Daher ab auf die Strecke. Vor uns lag ein langer Weg, um den Lake District mit der heutigen Road Mission zu erreichen. Es galt den Beifahrer in ein anderes Rally Teamfahrzeug zu schubsen und einen anderen durchgeknallten Mitfahrer zu chauffieren.

Den Nachmittag verfahren wie uns etliche Male, da wir eine Passstrasse suchen, um die Aufgabe zu erfüllen. Es ist hier oben sehr lohnenswert, sich des Öfteren zu verfahren. Abgefahrene Strecken haben wir gefunden! Unglaublich atemberaubend und unzähligen Vergurkerei-Passstrassen…Alta! Schorsch verrichtet seine Aufgaben tapfer und hat sichtlich Freude.

Und wir waren in Rusland! Da mussten wir einfach hin! Und ein toller Weg bis dorthin.

Von dort aus die STrecke für die Roadmission zu finden gestaltete sich etwas schwierig, aber nachdem wir drölfmal in Hawkshead waren, fanden wir wenigstens die anderen Team wieder. Wir waren also wieder auf einem guten Weg.

Kurz vor dem Übernahmepunkt lockten zwei Cidre die etwas ermüdete Crew. Lecker!

Also auf zum Pass, die Rally Begleitung tauschen und ab durch unglaublich krasse Landschaften.

Der Volvo des Tausch-teams qualmte kurz, sodass Schorsch erst mal rückwärts zur Hilfe eilte. Rückwärts Serpentinen. Krass!

Schorsch wurde ständig von Dat Andi gelobt, da er zum Schnauferle wurde.

Am Endpunkt dieser beeindruckenden Fahrt wurde wieder getauscht und die Crew war wieder komplett. Da der Volvo gemuckt hatte, begleiteten wir das Team noch einige Kilometer, falls noch etwas sein würde. Alles fein. Also weiter, Kilometer fressen.

Am Abend wurden wir wieder mit mit dem Melkfett-Brothers vereint und drehten ein Video für das Geburtstagskind.

Da es schon spät war, suchten wir uns einen netten Schlafplatz. Bei Philipa, die einen netten Hof hat, wurden wir fündig. Philipa würde gerne im schottischen Hochland leben, aber eine Erkrankung zwingt sie in der Nähe eines Krankenhauses zu bleiben. Da steht man irgendwo im Nirgendwo, bei einer völlig fremden Frau (in blauen Tigerpfoten-Hauspantoffeln) auf der Pferdewiese und die Hausherrin öffnet uns das Gatter, ihr Herz und wir sind wieder einmal überwältigt von der Gastfreunschaft und Herzlichkeit der Briten.

Tag 4

Wir rückten bei der Party-Location früh ab und verließen die leise schnorchelnden Rallybegleiter Richtung Strand. Wir haben uns gedacht, dass diese Location für ein ausgiebiges Frühstück besser geeignet ist, als der schiefe Party-Ort. Und wir behielten Recht.

Am Strand gab es dann erst mal Frühstück. Anschließend genossen wir die Aussicht und erfüllten die Tagesaufgabe.

Schon malerisch, wie dort die hübsche, kleine Kirche auf einem Hügel oberhalb des Schicken Strandes tront und das feine Wetterchen den Anblick postkartentauglich in Szene setzt.

Aufgrund der Schönheit dieser Ecke, der super Stimmung und des perfekten Lichtes erfüllten wir gleich noch die Photo Challenge „Real Ladies“ – Mordsspaß!!!

Leider nerven einige Gespräche anderer Teams, welche sich über Tricks bei den Challenges unterhalten. Und zwei Schwaben wollten anscheinend geschwind übere klipp… anyway.

Schon wieder trödelten wir und lagen nun wieder einmal hinter dem Hauptfeld und mussten uns sputen….kamen aber nur zum nächsten Ort, wo wir zum einen ein feines Cafe vermuteten und auch noch Equipment für unsere Tibet-Flagge für die „Hisse eine Tibet Flagge auf einem Gletscher“ besorgen mussten.

Bei dem ganzen Spass und anschließenden, hervorragenden Scones trödelten wir weiter und vergassen komplett, dass wir noch eine den Task of the Day und die Roadmission und die Tagesetappe schaffen mussten. Also weiter zur Roadmission.

Es erwartete uns eine traumhafte Strasse durch die Snodonia Gebirgskette. -WOW-. Verdeck auf, Mucke an und genießen! So haben wir uns Wales in unseren Träumen nicht vorgestellt!

Tag 4 Liverpool

Nach der imposanten Bergstrecke mussten wir noch das Etappenziel Liverpool erreichen und den Task of the day machen.

Die Navigation fällt zunehmend schwer, da sich die Ortsnamen einem normalen Mitteleuropäer nicht erschließen möchten. Irgendwas mit Ll vorn und Kauderwelsch in der Mitte und Ende mit dollon, dvkjhsvkjhv und jkzgffd. Keine Ahnung, ob die Waliser mit einem dressierten Waschbär oder Dachs die Namen vergeben, indem sie das arme Tier über die Tastatur schicken, oder selbst ständig mit dem Kopf auf selbige einkloppen…

Jedenfalls gelang es uns am frühen Abend Liverpool doch noch zu erreichen und machten uns mal wieder vor allen Touristen zum Horst. Mittlerweile empfindet man eine freudige Gelassenheit. Immerhin hatten bisher alle Umgebenden einen Spass bei unseren Challenges.

Anschließend suchten wir uns noch ein skuriles Hotel und wurden auch sehr schnell fündig.

Man beachte den formschönen Haushaltsgeräte Bundle mit Aussicht auf den Innenhof. Sowas gibt es heute gar nicht mehr! Träumchen!

Unser Schorsch repariert sich mittlerweile irgendwie selbst. Der Lüfter-Nachlauf hat seine Arbeit wieder aufgenommen und die Zentralverriegelung ist zwar noch enorm verwirrt, aber der Zustand ist im Wandel. Mal geht die Beifahrerseite mit auf, dann der Kofferraum und manchmal auch nichts. Ein wenig Geschicklichkeutsspiel auf der Tour. Blöd wird es nur, wenn man den alten Herrn in die Garage in Liverpool stellt und morgens feststellt, dass eine Tür auf ist. Zum Glück wurden die Langfinger durch das vorhandene Chaos abgehalten.

Andere Teams hatten nicht so viel Glück. Wie wir erfuhren, entwendeten Langfinger in dieser Nacht ein komplettes Dachzelt von einem überwachten Parkplatz.

Nach etwas Sightseeing in Liverpool genossen wir gutes indisches Essen und eine abgefahrene Chili-Pineapple-Lassi. Die konnte was 🙂

Zu später Stunde stand noch der Besuch von mindestens drei Pubs auf unserer ToDo-Liste. Wir schafften genau einen! Dafür mit netter Live Musik und einem skurilen Kellner.

Übervoll von Eindrücken, Erlebnissen und unzähligen Bildern kuschelten wir uns in die Federn und schliefen tief und fest.

Tag 3 zweite Hälfte

Oben am Kamm angekommen, nachdem wir enormen Gefahren durch die SAC[F] ausweichen konnten, erblickten wir DEN Spot für eine erneute Photo Challenge.

Das Bild sagt alles.

Nach so viel Natur, galaktisch gutem Wetter und enormer Kreativität (haben wir schon erwähnt, dass wir super sind?:-) galt es den Abend mit der Suche der Party Lokation abzuschließen. Hierzu mussten wir noch mindestens 91 Miles zurücklegen und leider St. Davis auslassen… Irgendwas ist immer…

Außerdem gestaltete sich die Erreichung des im Naturpark liegenden Party-Ortes sehr schwierig. Aber es ging uns besser als den Mates im Jaguar, die bis hierher (und auch zum Finish) ohne Rückwärtsgang gefahren sind.

Tolle Location, aber eine brettschwere Aufgabe, wenn man sich über tolle Straßen verfährt und an jeder Milchkanne Ablenkung erfährt. Mein Gott ist Wales schön.

Wir warteten bis spät in die Nacht, bei Wurst und Cidre, auf die Passaraties. Diese erreichten die Party Location sehr spät und wir ließen gemeinsam am Grill die Nacht verstreichen, bis wir irgendwann unsere Zelte aufsuchten.

The Knight and the Nut

Photo Aufgabe erfüllt. Und was für ein Spaß! Stunden der Planung während der Fahrt, in denen wir das Equipment bezüglich der Aufgabenerfüllung wieder und wieder durchgegangen sind. Dies ist gar nicht so einfach, bei unserer täglichen Neusortierung der Gefilde. Gehört aber irgendwie zum Abenteuer…

Mei, Dat Andi hätte nicht gedacht, dass sich so zum Horst machen, so ein Spass ist.

IMG_2484

Die Navigatorin erblickte in voller Fahrt in einem kleinen Örtchen den Spot und bei den netten Menschen an der Old Hereford Road hatten alle einen riesen Spaß. Der Shop-Besitzer wurde schon von anderen Teams heimgesucht und fand die Situationen sehr bereichernd und hatte für uns schon eine Wegbeschreibung zur Old Hereford Road vorbereitet.

Dank der guten Wegbeschreibung ging es sehr schnell entlang der super spannend zu fahrenden Old Hereford Road. Entlang an Heerscharen von Mitgliedern des SAC[F] (in den nächsten Tagen mehr zu dieser kampfbereit Bewegung).

Mitten an der Old Hereford Road befindet sich eine Kloster-Ruine. Ein magischer Ort! (Mehr dazu in dem irgendwann folgenden Video) Hier gönnten wir uns eine lange Auszeit mit viel Kulinarik, einem selbst gekochten Kaffee, Gesprächen mit anderen Teams und einer Zeit der Ruhe vom liebgewonnenen Dauer-Gebrumme vom Schorsch. Er verrichtet einen super Job. Wir sind so stolz auf unseren treuen Gefährten.

Und immer noch lagen viele Eindrücke noch vor uns….

Tag 2

Schon wieder ein Tag mit vielen Erlebnissen. Nach einer sehr kalten Nacht wollten wir eigentlich früh los, aber unsere nassen Zelte benötigten etwas trocknende Zuneigung. Aber gegen halb Zehn war alles verstaut und auf ging die wilde Fahrt.

Als erstes lag die Aufgabe „Cool Heads“ vor uns. Wir mussten ein Cliff (oder eines der höchsten der Insel) finden und ein Foto mit Cliff und Leuchtturm machen.

Da das Wetter warm und erstaunlicherweise sehr sonnig anmutete, wurde der Schorsch vom Dach befreit und wir cruisten durch die Seebäder, wie es sich für einen Schorsch gehört. Galaktisch!

Vorbei an der himmlischen Küste von Süd Sussex, vorbei an vielen Seebrücken, wunderbaren Gärten und den herrschaftlichen Hotelfassaden.

Bevor wir dann die Küstenstrasse verlassen mussten und in die Wälder von Goodwood abbogen, hielten wir an einer kleinen, zauberhaften Bäckerei und genehmigten uns wunderwunderwunderbare Gebäckstücke. Das Highlight des Tages! Die leckeren Kunst-Stücke der kleinen Bäckerei in Brighton führte zu minutenlangem, genüsslichem Schweigen und Knuspern. Croissant und Blätterteig mit Käse. Man möchte gleich wieder hinfahren. Der Beweis, dass womöglich doch kulinarische Leckerbissen vor uns liegen könnten.—boar waren die großartig!

Wie der Zufall es vermochte, bot sich wenige Meter weiter die Möglichkeit für die England-Bater-Challenge (Tausche in jedem Teil der Insel komische Dinge gegen einen Bowler (wtf?), einen Tennisball oder einen Schirm.

Ein lustiger Tennislehrer tauschte zwar sehr bereitwillig gegen eine Haarnadel den Tennisball, jedoch wollte er „no pictures!“

Ergo gibt es nur ein Beweisbild mit einem vor der Kamera flüchtenden Tauschpartner.

Anschließend ging es, weiterhin ohne Dach, über tolle Straßen in Richtung  Goodwood zur Rennstrecke. Bestes Wetter, warm und offen durch Süd-England cruisen… Ein Traum.

In Goodwood angekommen konnte man die Stimmung der guten alten Rennzeit aufsaugen. Leider hatten wir hier keine Zeit für einen ausgiebigen Besuch. Wir hatten noch Stonehenge auf dem Plan, und sollten ja noch in Bath ein Bath nehmen.

Zwischendurch noch ein kleiner Abstecher auf einen Pausen Kaffee in einem kleinen Café. Gegenüber dem Morgenknusper hätten wir hier lieber Tee trinken sollen…

Über wunderbare Landschaften sind wir dann nach Stonehenge weiter gecruised. Hier standen wir dann bei der Abfahrt erst einmal im Stau, da viele die Sicht auf diesen monumentalen, aus der Jungsteinzeit stammenden Monolith-Haufen für ein paar Fotos nutzten. Immerhin muss man dann nicht als übergewichtiger Engländer dort hin laufen :-).

Nach Ankunft am Tourist-Center mogelten wir uns frohgemut an den Kassenhütten vorbei (Nicht verboten!). Wir liefen über die seltsamen Wiesen hin zu den Monolithen. Beim „Eingang“ fragte man uns nach Karten. Dies wurde selbstverständlich verneint (19€??? ich glaub es hakt!) und so wurden wir dann auf ein Törchen neben dem Touristenweg verwiesen. Für die Besucher zweiter Klasse – da entlang! –

Somit mussten wir leider Touristen hinter dem Zaun bedauern, welche für 19€ hinter einer Leine das selbe gesehen haben wie wir. Dat Andi war etwas enttäuscht. Auf die Frage, ob die Navigatorin etwas wahrnehmen würde, von diesem imposanten Sakralbau, kam prombt die Antwort „Hunger“.

Nach dem Spaziergang zurück zum Schorsch konnte den intensiven Empfindungen der Dame direkt Abhilfe geboten werden. Wir, besser gesagt die Navigatorin (entgegen der Absprachen :-(, Asche auf Dat Andis Haupt!), bereitete ein delicious Lunch mit Spagetti an grünem Spargel aus Brüssel.

Gut gestärkt verließen wir diesen „magischen Ort“ und machten noch ordentlich Meter bis nach Bath..

In Winchester wollten wir eigentlich eine Pump-Gun kaufen, aber es war schon alles zu. Und eigentlich war das Tagesziel Bristol, oder dahinter… Und wir waren wegen der Backstücke, Essen in Stonehenge und den anderen Dingen weit hinter dem Hauptfeld.

Auf dieser wundervoll, niedlichen Camping-Site verbrachten wir einen sehr lustigen Abend mit Chris, Chris, Chris und Chris und…

Diskokugel im Kofferraum vom Schorsch, Linseneintopf mit Wurst quer über dem Tisch und einigen Hopfen-Kaltschalen. So fühlt sich Rally an!

Der Tag wurde von der Info gekrönt, dass eine liebe Person weitere 100€ für Sea-Watch gespendet hat. Herzlichen Dank! Über den Link auf dieser Seite kann noch bis zum Rally Ende gespendet werden.

Geschichten, die eine Rally schreibt

Es gibt Dinge, die passieren nur bei solchen Rallies…( Gedächtnispotokoll und sicherlich viel Legende :-))

Auf der abendlichen Camping-Site in the middle of nowhere erfahren die Navigatorin und Dat Andi von einer kuriosen Begebnung an Tag 1 (!):

Irgendwo am Strand. Ein junger Mann, mittleren Alters schreitet über einen Strand in South Sussex. Der Kies knirscht unter den Füssen. Technische Defizite seines Rally Boliden bewegen ihn, sich anderen Gleichgesinnten zu öffnen und völlig unbekannte Personen um Hilfe zu bitten.

In dieser misslichen Lage, hilfesuchend, der Mond steht schon sehr hoch am Firmament, stellt der junge Mann die rettende Frage: „Sagt mal, Ihr seid doch auch zusammen unterwegs; Habt Ihr noch Melkfett? Unseres ist alle…“

Gegenfrage: „Sach mal…wir sind erst einen Tag unterwegs und bei Euch beiden Kerlen ist die Vaseline schon aufgebraucht??? Was geht denn bei Euch???“ (Vermutlich Neid im Unterton? Anm. d. Redaktion)

Der Name „Melkfett-Brothers“ war geboren.

A f****** cold night for the knights

Nachdem es gestern in Brüssel aufgrund des starken Regens unvermeidbar war, die Zelte paddernass einzupacken, mussten diese im Dunkeln dann ebenso aufgestellt werden.

In einem klatschnassen Zelt ist es anscheinend noch kälter als draußen. Somit war die Nacht kurz und bitterkalt.

Früh morgens erblickte ein fröstelnder Dat Andi bei den Rally Mates nebenan ein nasses, sich bewegendes, jedoch komplett zusammengefallenes Schnellaufbauzelt der gehobenen Preiskathegorie. Wie sich später im Video „Es schlüpft“ herausstellte, ist das Zelt des nachtens zusammengefallen und begrub die schlafenden Insassen unter der nassen Pracht des High-Tech-Zeltes. War sehr lustg anzusehen und wurde durch das Video, welches uns drei Tage später zugespielt worden war, zu einem Rally-Lach-Flash.

Allen Bestimmungen zum Trotz hauen wir es hier mal raus, damit alle teilhaben können 😀 Aber pssssst!

Heute haben wir viel auf dem Zettel und daher früh aus den nassen Federn.

Der erste Tag

Ein langer und eindrucksintensiver Tag neigt sich dem Ende.

Ein toller Start am Atomium mit einer leider traurigen Mitteilung, dass Volker wieder den Heimweg antreten musste, weil der 412 kaputt ist.

Nach einer kurzen Einweisung durch Maschine mit gekonnter Fröhlichkeit ging es los und ab auf die Fähre nach Dünkirchen.

Die zwei Stunden Überfahrt waren kurzweilig, da sie für eine intensive Analyse der Aufgaben genutzt wurde. Die Ideen zu den Photo Challenges strömten nur so aus der aufgeregten Navigatorin heraus.

In Dover angelangt, sahen wir uns die Cliffs von Dover an, sahen zu unserer Verwunderung einen kleinen Fuchs und Dat Andi verzeichnete den ersten Roadkill durch den Verlust seiner Wasserflasche.

Nun mussten wir uns jedoch sputen, da noch die ersten Roadmissions „Rye“ und „Herbrand Walk“ sowie die Tagesaufgabe „Rittertaufe“ auf dem Programm standen. Und wir hatten ja auch noch keine Übernachtungsmöglichkeit.

Die Roadmission um Rye war eine schöne Einstimmung auf die vor uns liegenden Tage, da die Strecke über Land und Wiesen ging und einen ersten und vor allen Dingen positiven Eindruck für die Schönheit Great Britains lieferte.

Vorbei an schönen Castles, jedoch ohne erforderliches Wasser, wurden wir am wunderbaren Strand von Hastings fündig. Alle erforderlichen Integrenzien waren vorhanden: Wasser, Castle (naja, eher ein altes Wasserwerk :-)) und eine Kirche für die Spiritualität.

Ist erst der erste Versuch. Wird sicher noch schönere Orte geben. Aber immerhin die ersten Punkte im Sack.

Und dann noch den Herbrand Walk. Eine sehr schöne Küstenstrasse, welche im Sonnenschein sicherlich traumhaft anmutet. Mittlerweile war es jedoch ca. 22:00 Uhr und daher lag die ganze Küste schon in annähernder Dunkelheit.

Zum Tagesabschluss galt es noch einen Platz zum Nächtigen zu finden. Vorbei an Stränden mit campenden Rally Mates, über Wiesen und Bahnübergänge, hin zu den Campingplätzen von South Sussex.

Am ersten wurden wir leider abgewiesen, da der Platz angeblich voll sei, aber am nächsten wurden wir freundlich empfangen.

Ein niederländisches Rally Team hatte den Platzwart schon angerufen und erfragte sodann auch gleich unsere Schläfplätze. Kaum auf den Platz eingebogen rauschten zwei weitere Teams mit dem Wunsch nach einem Zeltplatz hinter uns her.

Da alle ähnlich müde waren, wie wir beiden, wurden schnell die Zelte aufgebaut und ab in die Federn.

Ankunft in Brüssel

… Oder in der Nähe oder in the middle of häh?

E>inmal quer durch die Republik bei Regen, starkem Regen und man glaube es kaum, SONNE!

Gefahrene Kilometer: 624 Getankt (oh Wunder) noch nicht! Sollte der Schorsch doch sparsamer sein, als gedacht? Nach den 624 km ist gerade mal die Hälfte aus dem Tankbecher raus…

Unterwegs haben wir ein paar Teams getroffen, aber irgendwie nur leere Autos auf Rastplätzen und ansonsten im Regen überholt.

Nun sind wir irgendwo in der Nähe von Brüssel (genauer in Hamme-Mille, Tourinnes-la-Grosse) . Den angegebenen Spot für einen schönen Camping Platz haben wir auch gesehen, aber auf die Pferdewiese in the middle of nowhere wollten wir dann doch nicht. (Der Bauer hat den Schorsch auch irgendwie komisch beäugt. Daher lieber nicht 🙂

Und nun sind wir hier:

Zauberhaft! Oder wie Philine sagt: „Wir sind im Hippie Paradies“. Nun noch ein Bierchen, etwas hausgebackenes und imbagalaktisch leckeres Rosinenbrot.

Mal sehen, ob ich Philine hier morgen weg bekomme….

Ankunft in Brüssel

… Oder in der Nähe, oder in the middle of häh?

Gefahrene km 624, nicht getankt (Wunder).

Eine entspannte Fahrt in die Nähe von Brüssel mit neuen Feindbildern und einem ständigen Wechsel zwischen Regen, starkem Regen und man glaube es kaum, Sonne.

Und dann Ankunft auf dem Camping Platz.

Und nun Bierchen.