Nachtreffen

Am Sonntag wurde das Team wieder vereint. Bei wunderbaren Sommertemperaturen gab es ein Wiedersehen bei lecker Pizza. Wetter passte zum Rally Erlebnis, weil uns das Wetter fast die ganze Rally hold war.

Und die Navigatorin würde durch die Rally ganz schön angefixt. Mein lieber Scholli.

Dat Andi muss nun nur das Gap von 60 km irgendwie wegbekommen.

Roadbook wurde ausgetauscht und liegt nun wieder in der Obhut von Dat Andi. Mal sehen, wie wir hier eine Kopie hinbekommen.

Aber schön, wenn die Erinnerungen wieder sehr lebendig werden. Leider war die Tour einfach unglaublich harmonisch, toll, kreativ und unglaublich. Da fällt es schwer neue Pläne zu schmieden. Aber vielleicht einfach mal sacken lassen und dann neu überlegen. Oder was eigenes? Mal sehen.

Schorsch @home

Nach einem dreitägigen Krankenhaus-Aufenthalt, ist der alte Herr wieder wohlbehalten in die Obhut von Dat Andi übergeben worden.

Nun sind die letzten Mängel der Rally (und des Alters) vorerst behoben. Es stehen zwar noch Kleinigkeiten auf der ToDo Liste, aber die haben noch Zeit (Schwellerleiste links defekt, Türöffner rechts lose, Mittelarmlehne knarrzt, diverse Kratzer usw.)

Heute gönnen sich die beiden alten Herren erst einmal die Entfernung der Rally Patina und einiger Aufkleber, die der zukünftig geplanten Optik etwas entgegenstehen. Dann müssen noch die Klebereste weg und dann sollte Schorsch wieder in der Sonne erstrahlen.

Throwback tuesday

Kurz vorm Rally Start der BSC 2019 hast Dat Andi sich wehmütig wieder das BSC 2016 Band umgeworfen und schwelgt in Erinnerungen. Mei war datt fein.

Irgendwie aber befremdlich die ganzen T4 mit Luxus Vollausstattung. Eigenlich soll man beim Baltic Sea Circle ja den Alltag entfliehen und die Komfortzone verlassen. Aber was nehmen die alle mit!!?? Topfpflanzen? Euer Ernst? Teppiche? Das höchste der Gefühle und running gag war das Spannbettlaken der old School Adventure Boys!

Da sie wir stolz, dass wir auf der Koti den Alltag entfliehen können und derlei Schnickschnack weder brauchten, noch vermisst haben.

Dabei haben #NFM erst so viel Hoffnung geweckt. Jeep gekauft, gepimpt und dann ist er (wohl) verreckt 🙁 und dann wurde es ein T4 🙁

Nun ist eine Küche dabei, eine Topfpflanze, Kühlbox und und und…

Wir hoffen, dass sich bis Samstag noch spannende Teams mit awesome cars given lassen.

Das Ding

Panik! Da hat Dat Andi nun zwei Tage am Schorsch rumgewerkelt, war guter Dinge und wunderte sich nur über die komischen Geräusche, welche er auf die völlig verstellte Vorderachse schiebt…

Heute morgen erwachte Dat Andi und wollte Käffchen kochen. Da stolpert er in der Küche über Das Ding! Panik!

Nun stellt sich die Frage, ob der Klempner beim Tausch des Wasserhahns das Teil verloren hat und die Kätzies sie in der Nacht herausgespielt haben (best case), oder durch sehr viele, widrige Umstände, Dat Andi Das Ding beim Zusammenbauen vergessen hat, es ihm dann in irgendeine Tasche gehüpft ist und dann in der Küche wieder heraus. Dann hat es sich irgendwo den Samstag über versteckt und morgens dann direkt vor seine Füße geworfen…

Hoffnungsvoll tendiert Dat Andi zum Klempner. 🙂

Achse neu

Nun hat Dat Andi fertig…

Hard Work! Aber er hat sich wegen der hinteren Dämpfer echt mal zu sehr ins Hemd gemacht. Das war mal puppich! Aber vorne war ganz schön anstrengend.

Abenteuerlich auch die Rückfahrt, da ein komisch Geräusch von der Vorderachse kommt und irgendwie ganz schön eierich. Voll Abenteuer die 7 km.

Dat Andi vermutet, dass durch seine eingeschlafene Handwerkskunst die Achse nun komplett verstellt ist und daher die Reifen quietschen. Gefühlt war es aber so, als ob die Räder abfallen….

Naja, die beiden Recken haben es bis nach Hause verschafft und werden nun mal gucken, ob der Reifen Onkel den Schorsch wieder in die Spur bekommt.

Bergfest

Nun hat der Schorsch neue Querlenker, Bremsschläuche, Koppelstangen, Spurstangenköpfe und Traggelenke. Fährt sich schon ganz anders der Dicke.

Morgen noch die Stossdämpfer und dann kann der TÜV Mann nicht mehr meckern.

Anstrengend

Nun sind wir schon fast zwei Wochen wieder daheim und irgendwie doch nicht…

Morgens benötigt man sehr lange um zu realisieren, dass man kein Zelt abbauen muss, aber auch nicht in drei Stunden zu wunderbaren Plätzen gelangt.

Da ist irgendwas mit real Life, Arbeit und so’n Zeugs. Voll trist…

Wir sehnen uns nach der Straße, den schönen Bergpässen und dem Cidre…

Wir könnten schon wieder los…

Status Schorsch

Junge Junge, hat der alte Herr das prima gemacht!

Aber die ganzen Bergpässe, Schlaglöcher, Schafwiesen, Kurven und und und sind dem Schorsch deutlich in die Glieder gefahren.

Beim heutigen After Rally Check traten nun viele Mängel ans Tageslicht, welche bis zum TÜV im Juli behoben werden müssen.

Als Dank für seine Dienste bekommt er nun ein fast komplett neues Fahrwerk, Koppelstangen, Spurstangenköpfe, Bremsschläuche, Reifen und anschließend Streicheleinheiten vom Wäscher.

Dann sollte der TÜV nix mehr zu maulen haben und Schorsch und Dat Andi beruhigt den kommenden Rallies und Sonnenuntergängen entgegencruisen.

DANKE!

Nach den ersten Schwierigkeiten wieder in den Alltag einzutauchen, haben wir uns das erreichte Spendenziel angesehen und sind begeistert!

Dank der Unterstützung durch Euch konnten wir nahezu drei Rettungsinseln finanzieren! HERZLICHEN DANK an alle Spender!

In der Liste fehlen noch zwei Spenden, die nicht über unseren Spendenlink erfolgt sind. Mit diesen zusätzlichen Spenden fehlen zu den 1.500 € des hochgesetzten Spendenziels lediglich 35€.

Wir sind gerührt und stolz, dass über diese Tour nicht nur sehr viel Spass und enorm viele Eindrücke nun den Weg in unsere Erinnerung finden, sondern auch, dass wir es dank Eurer Hilfe geschafft, haben soooo viel Geld für sea-watch gesammelt zu haben.

Insgesamt wurden durch die Knights of the Island 2019 150.000 € für gemeinnützige Vereine und die unterschiedlichsten Hilfsprojekte gesammelt!

Dies macht die Rally zu einer großartigen Aktion. Nicht nur für uns, sondern auch für die Rettung Schiffbrüchiger, #SafePassage, Kinderkrebshilfe, Arche, Bärenherz und und und.

DANKE DANKE DANKE!

Wieder zuhause

Gestern Nachmittag sind wir nach einer Mini Kreuzfahrt und der Rückfahrt wird der rechten Seite wieder heile im Heimathafen eingelaufen.

Die Nacht auf der Fähre heilt alle Gelüste auf lange Schifffahrten! Man kann etwas essen, aber man muss schon vorher wissen, wann man Huber hat. Nicht mit uns! Wir ließen uns von den Passaratis mit Badezimmer Reis, Reisetomaten und den nun endlich Reifen Beifahrersitz Avocados verköstigen. Dies passte besser zur Reise, als ein zwei Gänge Menü mit Hummer.

Wir hatten noch nette Unterhaltungen auf der Terrasse der Sky Bar bei dem ein oder anderen Cidre.

Plötzlich ereilte Dat Andi eine melancholische Stimmung und er genieß den Sonnenuntergang, ein Cidre und ließ das erlebte eine ganze Weile Revue passieren.

magisch!

Den Abend ließen wir dann bei emotionslos vorgetragener live Musik ausklingen. Die Musiker waren gut, aber nach 5 Stunden ohne wirklich interessierte Zuhörer wurde Dat Andi wohl schlechter singen.

Die Nacht in der Kajüte mit einem brüllelauten Gebläse war trotz allem irgendwie erholsam, da das Team erst durch die „chuten Morchän“ Durchsage geweckt worden war.

Noch ein Kaffee und dann ging es ab auf die Autobahn nach Hause.

Nun gilt es die unglaublichen Erlebnisse, Erfahrungen und netten Begegnungen zu verarbeiten. Und zu realisieren, wie unglaublich toll diese Reise war.

Edinburgh Finish line

Man kann es irgendwie nicht ganz realisieren, aber das offizielle Ende der Rally ist erreicht.

Pünktlich um 16:50 Uhr erreichten wir mit einem schnaufenden Schorsch die Ziellinie.

Aber fangen wir am Morgen des letzten Tages an.

Gegen c.a. 9 Uhr verließen wir das feine Hostel und erhielten an der Rezeption den Hinweis zum Donnatter Castle zu fahren. Welch Überraschung! Dies war auch die Empfehlung der Rally Leitung. Also hin da!

Zuvor hatten wir den Plan am Hafen ein kleines Frühstück einzunehmen. It’s good to have a plan!

Am Hafen ein Cafe erblickt und ZACK war unsere Öko-Test Bilanz der Tour im Eimer. What a Trash! Tee aus dem Pappbecher, selbstverständlich mit Plastik-Deckel, Essen auf Papier Tellern und Last but not least: Plastikbesteck. Wir waren bedient und machten uns auf zum Castle.

Hier wurden wir entsprechend für unser Trash-Breakfast entlohnt.

Toll! Beeindruckend, wie diese Festung auf diesem Felsen errichtet worden ist. Durch die Beschreibungen jedes Raumes bekam man eine Idee, wie es mal ausgesehen hat und wie es funktioniert haben soll. Fein.

Trotz netter Unterhaltungen beim schlechtesten Kaffee der Tour, mussten wir schnell weiter, da wir noch das Roadbook basteln mussten und nach Edinburgh cruisen und die Party Location finden und…

Für die Roadbook Bastelstunde stand uns der Sinn nach einem Cafe am Strand, ganz cute und mit einem leckeren Kännchen Tee mit Milch.

Nicht ganz geklappt, aber nette Menschen und ein netter Platz. Aber keine Ahnung was das sein sollte. Irgendwas zwischen Lagerraum, Pommesbude mit altem Fett und Kiosk. *grübel*

Nachdem wir die SAC[F] Verschwörung im Roadbook öffentlich gemacht hatten, erreichte uns doch etwas Hektik, da es schon zu fortgeschrittener Stunde war.

Aufbruch! Bei wilder Fahrt chic machen, Wasser kaufen und Vollgas zur Ziellinie! Da im Roadbook die Karte zur Zielllocation irgendwie nach „Na da drüben“ aussah, kurften wir ausgiebig durch Vororte, Nebenstrassen und Bahnlinien, über Autobahnen und drunter durch und…

And there we are! We did it!

Bei der Siegerehrung bekamen wir den Preis für das wildest Camping und feierten uns gebührend. Leider gab es für wunderbare Fotos Abzüge, sodass wir das Treppchen nur knapp verfehlt hatten.

Gewonnen hat ein Team, dass noch die Zeit gefunden hat drei (!) Inseln zu bereisen… Respekt!

Auch die Passaratis erreichten etwas später das Ziel und wir feierten uns,  die Tour und die netten Menschen.

Die kleinen Jungs mit dem Dudelsack und die junge Singer Songwriterin aus dem Nachbarort sorgten für eine wirklich tolle Atmosphäre. Die Schlossbesitzer-Familie beeindruckte uns durch interessante Gespräche und die Tanz-Performance des Sohnemanns. Lustige Menschen.

Bei Grillwurst, Whisky und ein paar Cidre ließen wir die Rally ausklingen und feierten irgendwie ganz schön lange, schnackten mit den anderen Rally-Mates, beschwerten uns bei SAC und hatten eine herausragende Zeit.

Morgen dann die Fähre nach Amsterdam.

Vorerst vorletzter Tag

Wir sind heute früh aus derb Schlafsäcken trotz regnerischer Nacht und packten die nassen Zelte, mitsamt der gefühlt halben, frisch gemähte Wiese in den Schorsch und machen uns auf nach Inverness. Hier wollten wir Delphine gucken.

Aber Stopp! Erst mal an einem supernetten, super teuren Cafe erst einmal selbigen genießen!

Frisch gestärkt ging es Richtung Westen. Bei Regen merkte man dem Schorsch die müden Glieder und kaputte Vorderachse an, sodass wir es gemächlicher angegangen sind. Immerhin hat der alte Herr uns nun treu über 3.000 km kutschiert.

Am heissen Spot für dolphin watching angelangt war der erste Bootsmann ausgebucht. Der nette Herr riet uns vom Dolphin-Gucken-Anbieter in Inverness und verwies uns lieber an nette Leute in Cromarty. Hier gab es nur noch einen Platz und man bat uns eine Stunde zu warten, da vielleicht jemand seinen Platz nicht haben möchte.

Da wir endlich den idealen Punkt für unser Mary Poppins Photo gefunden hatten, nutzten wir diese Chance.

Perfekt! 3.000 km bis wir den gewünschten roten Zaun gefunden hatten!

Leider wurde der Platz nicht frei und so machten wir uns auf zum Aussichtspunkt, um die scheuen Wesen erblicken zu können. Leider Fehlanzeige.

Also weiter zum nervigen Photo drucken. Dat Andi hatte noch wenig Erfahrung mit diesem Nervkram und gab sich daher etwas blauäugig dieser BEKLOPPTEN BESCHÄFTIGUNG hin *grml*. Da die Navigatorin mittlerweile mit knurrendem Magen der Druck-Aktion und Fotoauswahl beiwohnte, begab sie sich (leider erfolglos) auf Nahrungssuche und bekam nicht mit, wie Dat Andi vor dieser Kiste in der Drogerie zunehmend verzweifelte…

Aber die Fotos (oder eher 98%) konnten gedruckt werden und der Programmpunkt abgehakt werden. Da die Straße uns gestern den Tausch des Bowler ermöglicht hatte, es aber zu dunkel für ein Photo war, musste dies noch nachgeholt werden.

Aber dann…

Next Stop the Malt Whiskey Trail. Wir hielten an drei der unzähligen Destillerien und freuten uns eigentlich auf ausreichende Verköstigung und Whiskey-schlürfen. Leider waren alle geschlossen. Da die anderen Teams fleißig Bilder gepostet hatten von Destillerie-Führungen und Probieraktionen, schoben wir es auf die fortgeschrittene Zeit und stellten fest, dass ja Sonntag war…Aber schöne Bilder gab es trotzdem.

Auf dem Weg Richtung Aberdeen erreichte uns ein Hilferuf eines vor uns liegen gebliebenen Teams. Schnell erspähte die Navigatorin das Ziel, gab Dat Andi die Koordinaten und Dat Andi den Schorsch die Sporen!

An der Schadenstelle nach 50 min angelangt, wurde das Auto schon abgeschleppt, aber beim nächsten Halt konnte Dat Andi zwar die abgefallene Verteilerkappe diagnostizieren, jedoch das Fahrzeug nicht wieder zum Laufen bringen. Leider kann das Ersatzteil erst morgen beschafft werden. (Hoffentlich)

Da es Zeit war ein Schlafplätzchen zu finden, rockten wie Richtung Stonehaven, da dort Camping Sites angezeigt wurden. Dieses Dorf ist eine Augenweide!

Da wir in Stonehaven einen Inder gesichtet hatten, nahmen wir dort ein appetitliche Abendessen ein (war Bombe) und wir buchten ein Hostel in Aberdeen.

Dieses Hostel ist unglaublich! Morgen gibt es Bilder, da es nun Schlafenszeit ist und wir morgen Party tauglich aussehen sollen.

Tag 8

Spät in der Nacht (oder früh morgens) können weite doch etwas nächtigen. Aufgrund der Horror-Nacht kamen wir später aus den Federn und genossen, o Wunder, ein gutes Frühstück bei Trockenheit.

Kurz vor der Abfahrt stellten die Passaratis fest, dass eine Geldbörse verschwunden war! Mist! Eine ausgiebige Suchaktion beginnt. Aber nach acht Tagen wird es auch mal Zeit, das Auto neu zu strukturieren. Außerdem tauchte die Trinkflasche vom Andi wieder auf, welche seit Tag 1 verlustig war. Alles wendete sich zum Guten, da die sehr nette Platzbesitzerin informiert war und über Facebook (es ist nicht alles schlecht am Fratzebuch) erfuhr, dass ein ehrlicher Finder das gute Stück bei der Polizei abgegeben hatte.

Also wieder einpacken, wieder über die tolle Passstrasse zurück und kurz Geld geholt.

Leider war es“nur“ ein Dorfpolizist und wir verabschiedeten uns von einer Fotoaufgabe für die wir zwei Bobbys benötigt hätten. Aber wir waren erleichtert und Happy!

Also ging es bei Regen auf die Strecke und wir hatten noch einige Meilen zu meistern.

In einer Bücherei! In einem verwunschen anmutenden Dorf (wirklich hübsch war es nicht) mit einem fast karibischen Strand (der war hübsch, aber wegen des anhaltenden Regens kein Foto) nahmen wir Kalorienbomben ( Käsescones) zu uns.

Pappsatt ging es weiter. Wieder einmal kurz falsch abgebogen und ZACK! auf einer super lustigen und spannenden Straße zu einem super Spot.

Da die Passaratis die schöne Location für eine Runde „Kötel-Golf“ nutzten, waren alle Utensilien für das „Golfshot-Next-To-A-Beaver“-Bild vorhanden.

Anekdote zu dieser Photo Challenge: Wir haben uns mit der Erfüllung etwas schwer getan, da wir bei der Übersetzung von „Beaver“ gedacht hatten, dass es nicht einfach mit „Biber“ zu Übersetzen sei. Also bitte mal „beaver“ in ein Übersetzungs-Programm eingeben 🙂 Nachdem wir mit dem Lachen aufgehört hatten, fiel uns die Erfüllung aus nachvollziehbaren Gründen, schwer 😀

Tagesziel wäre eigentlich der Bereich hinter Ullapool gewesen und wir hatten noch 70 Miles vor uns… Da sich die Passaratis nicht von diesem bezaubernden Fleckchen losreißen konnten, verbrachten wir hier eine gefühlte Ewigkeit und der Tag war schon sehr fortgeschritten.

Wir setzten uns das Ziel Ullapool, um dort zu Nächtigen und auch zu entscheiden, wie und ob wir am nächsten Morgen früh (hahaha) auf die Strecke begeben und nach John o’Groates heizen (139 Miles).

Im sehr hübschen Hafenort Ullapool angekommen erblickten wir ein Indisches Restaurant direkt neben einem Campingplatz und quartierten uns ein. Abendprogramm war ein Abend im Pub mit Live Musik und lecker Cidre trinken.

Durch die Verzögerung der morgentlichen „ooops-das-Portemonaie-is -futsch“-Aktion waren wir auch wegen der „ui-hier-ist-es-hübsch-hier-bleibe-ich“-Aktion entschieden wir beim Abendessen in Ullapool zusammen mit den Passaratis, die Nord-Strecke auszusetzen und den Rally Tross bei Inverness wieder einzuholen.

Tag 7

Leider mussten wir diesen großartigen Spot wieder verlassen.

Wir sollten ja schließlich heute weiter Richtung Norden und eine weitere Passstrasse mit großartiger Sicht und hervorragenden Scones finden und fahren.

Aber wir nutzen den Sonnenschein und den schönen Ort um zusammen mit dem Passarati Hotel #100 weitere und vor allem lustige Fotos zu schießen.

Cellebrities

Cover picture

Somit kamen wir sehr spät los und Schorsch hatte ja noch dieses Reifen Problem, welches vor der Passstrasse gelöst werden sollte.

Also scouteten wir etwas vor den Passaratis nach Fort Williams vor und suchten eine Werkstatt.

Drei gelangweilte Mechaniker lungerten vor der Reifenbude rum und nach kurzem Auftrag wurden die Reifen der Vorderräder innerhalb einer Pipi Pause gewechselt und wir konnten weiter. Ein Gefühl wie bei der Formel 1!

Wir mussten sogar auf die Passaratis warten!

Aber dann streight North!

Wir wurden wiederum von einer in der Abenddämmerung magisch anmutenden Sicht auf gefühlt ganz Großbritannien empfangen und genossen die Fahrt. Schorsch fühlte sich wie am Pikes Peak und rockte die Straße. Ein Teufelskerl!

Als ich ihm durch Öffnen der Haube am Gipfel Linderung verschaffen wollte, machte er sich selbst (Manche behaupten es sei der Wind gewesen) die Haube wieder zu, weil er mehr von den geilen Sch… brauchte.

In Appledorn genossen wir die Ankunft bei leckerem Seafood und Cidre. So kann man es aushalten.

Da wir c.a. 100-150 km hinter allen anderen waren (und ca. 50 km vor den Passaratis ;-)), einigen wir uns darauf, in Appledorn zu bleiben und freuten uns auf die Dusche am nächsten Morgen.

Zum Abendessen gab es Brot mit gegrillter Paprika und Pfannkuchen mit Orangenmarmelade.

Gegen 2 Uhr ging die Welt unter. Der Sturm zerrte an den Zelten und ein heftiger Regen machte das Nachspannen der Zeltverzurrungen unangenehm.

Aber irgendwann erreichten wir doch das Reich der Träume.

The fight

Next Mission accomplished.

Es galt vor einer angesagten Sehenswürdigkeit eine Kapfszene aus Highlander nachzustellen.

Erst später erfuhren wir vor Ort, dass dieses Eilean Donan Castle erst neueren Datums sei und somit waren irgendwie alle etwas enttäuscht. Die neueste Recherche beruhigt uns, da die ursprünglich an diesem Ort befindliche Burg aus dem Jahre 1220 stammt und einem echten Schottischen Adel (MacRae) gehört. Sie wurde lediglich im Jahre 1920-1932 aufwändig restauriert und erweitert. Aber trotzdem ein geschichtsträchtiger Ort.

Wir schnappten uns die Utensilien und fanden schnell einen perfekten Spot für das Foto, die Szene war der Navigatorin schnell erläutert und die Idee zum Bild festgezurrt.

Sehr gelungen der Take 🙂

Die Passaratis mochten es etwas doller und verabredeten sich mit anderen Teams, um eine große Schlacht auf dem Burghof darzustellen. Eine lustige Szene.

Da wir noch einiges vor hatten, machten wir uns rasch wieder auf den Weg.

Kurzer Boxenstop

Das war schnell!

Mittlerweile hatten die Außenseiten der beiden Vorderreifen sogut wie kein Profil mehr auf der Pelle. Daher suchten wir uns in Fort Williams eine Werkstatt.

Auf dem Rally Ticker bei Whatts App hieß es schon von anderen gestrandeten Teams, dass die Werkstätten dort erst in der Folgewoche wieder Aufträge erfüllen könnten.

Aber wir versuchten trotzdem unser Glück. Wenn es nichts werden würde, könnten wir es sicherlich auf den Gerätschaften der Werksatt auch eigenständig richten.

Aber die Jungs vom Reifendienst machten einen Formel 1 tauglichen Job und wir waren innerhalb einer Pipi-Pause back on the Road! (Leider haben die Jungs bei der Aktion dem Schorsch im Bereich der Wagenheberaufnahme etwas beschädigt, aber schön, dass wir schnell wieder mobil waren)

Tag 6

Philipa hatte Recht behalten. Man schläft erstaunlich gut auf diesem Hof mit dieser positiven Ausstrahlung und den netten Bewohnern.

Da die Golf Boys die erste Nacht in einem günstigen Wurfzelt verbringen mussten (das Luxus Dachzelt wurde in Liverpool gestohlen), waren die beiden Jungs früh raus und haben uns an dem Spass des „Wurfzelt-wieder-in-die-Hülle-buxieren“ nicht teilhaben lassen. -menno!-

Auch Philipa, die dieses Schauspiel kaum erwarten konnte, hat es leider verschlafen. Beim Aufbruch überaschte sie das Team der Golf Boys noch mit einem handgemalten Bild für deren charity Partner. Wir waren schon wieder platt!

Nach einem schnellen Kaffee brechen wir unsere Zelte ab und folgen dem Tipp von Philipa zu einem naheliegenden Café.

Ein Kleinod!

The Ladies served tea and scones a a little pott of milk.

Hier verweilen wir ein wenig, da der Schorsch die Nacht nicht so gut überstanden hatte. Ein Steinchen hatte das Bremsblech zum Quietschen gebracht und nach den nunmehr reichlich Kilometern zeigt sich ein Mangel an der Vorderachse. Die Reifen sind außen fast komplett runter.

Gestärkt fuhren wir sehr spät los und entschieden uns den Highway Joker zu nutzen um die Zeit wieder reinzuholen. It´s good to have a plan!

Noch nicht richtig auf em Weg folgte ein Melkfett Bruder dem unstillbaren Verlangen nach dem zweiten Hinweis von Philipa: in ca. 10 min Entfernung steht der Baum aus dem Film „Robin Hood“ mit Kevin Costner. Also waren wir irgendwo im Nirgendwo und suchen einen Baum, an den Kevin gepinkelt hat, oder gelehnt hat? -Einen BAUM?

Wie sagte man Dat Andi gestern noch beim Fotografieren eines Schafes: „Der fotografiert ein Schaf? Bist Du irre? Die haben hier tausend Stück davon und DU fotografierst ein Schaf?!? -Ich glaub Du hast Sie nicht alle!“ – Und keine 12 Sunden später suchen wir einen Baum in Great Britain – Sachen gibts 🙂

Nach gefühlt dreiunddrölfzig Stunden Baumsuchen dann doch mal Richtung Loch Lomond, von dem alle so schwärmen.

Nach etwas Stau in Glasgow erreichen wir das Loch am späten Nachmittag bei atemberaubendem Licht. Geflashed waren wir aber irgendwie nicht. „Irgendwie Bodensee :-(“ – Wir verwöhnten Deutschen :-).

Also auf in die Highlands!

AWESOME!

Das Licht, die Berge, die kleinen blauen Seen in der Abendsonne! Und kleine Steine ragen senkrecht aus den Wässerchen und funkeln in der untergehenden Sonne wie Brillianten…

Wir sind geflashed!

Dann biegen wie ins Tal ab, um uns dem Task of the Day zu widmen. Wir sollen DAS Glan Coe Cover Foto machen. Da wir am Ende des Weges im Tal DEN ultimativen Wildcamping-Schlafplatz fanden, vertagten wir auch die Aufnahme DES BILDES auf den nächsten Tag und ließen die zweite Party sausen.

Unglaublich schön dieses Fleckchen Erde! Die Navigatorin baute Flux ihre Behausung auf die Insel und freute sich auf eine Nacht mit Himmel, Sternen und dem leisen Geplätscher der umgebenden Bäche.

Die Passaratis waren ja bedauerlicherweise an den Strassenrand gebunden, da das Luxus-Dachzelt sich ja nicht verlegen lässt und Dat Andi entschied sich für ein Bett in der Wiese. Eigentlich wollte Dat Andi im Schorsch nächtigen, jedoch wurde es nicht gestattet.

Bei Lachs vom Grill, Gin Tonic und ausgiebigen Gesprächen ließen wir den Abend ausklingen.

WONDERFUL!

Tag 5

Ui, diesen Tag habe ich ja total vermischt und schreibe ihn mal neu 🙂

Da dieses komische aber sehr sichere Parkhaus in Liverpool Dat Andi nötigte, direkt nach Öffnung um 7 Uhr ein neues Ticket zu kaufen, verließ Dat Andi schon um 6:30 Uhr sein kuscheliges, geblümtes Nachlager und löste ein Ticket für die kommenden zwei Stunden.

Beim Frühstück wurden wir freundlich nach unserem Getränkewunsch gefragt, welchen wir nach den gemachten Erfahrungen auf der Insel einstimmig mit „Tea my dear“ beantworteten. Und was bekommt der freundliche Deutsche Rallyfahrer? -Kaffee 🙁 Aber immerhin war der gar nicht so schlecht. Zwar dünn wie Tee, aber ok.

Wir werden auch keine Freunde des englischen Hotelfrühstücks… Daher ab auf die Strecke. Vor uns lag ein langer Weg, um den Lake District mit der heutigen Road Mission zu erreichen. Es galt den Beifahrer in ein anderes Rally Teamfahrzeug zu schubsen und einen anderen durchgeknallten Mitfahrer zu chauffieren.

Den Nachmittag verfahren wie uns etliche Male, da wir eine Passstrasse suchen, um die Aufgabe zu erfüllen. Es ist hier oben sehr lohnenswert, sich des Öfteren zu verfahren. Abgefahrene Strecken haben wir gefunden! Unglaublich atemberaubend und unzähligen Vergurkerei-Passstrassen…Alta! Schorsch verrichtet seine Aufgaben tapfer und hat sichtlich Freude.

Und wir waren in Rusland! Da mussten wir einfach hin! Und ein toller Weg bis dorthin.

Von dort aus die STrecke für die Roadmission zu finden gestaltete sich etwas schwierig, aber nachdem wir drölfmal in Hawkshead waren, fanden wir wenigstens die anderen Team wieder. Wir waren also wieder auf einem guten Weg.

Kurz vor dem Übernahmepunkt lockten zwei Cidre die etwas ermüdete Crew. Lecker!

Also auf zum Pass, die Rally Begleitung tauschen und ab durch unglaublich krasse Landschaften.

Der Volvo des Tausch-teams qualmte kurz, sodass Schorsch erst mal rückwärts zur Hilfe eilte. Rückwärts Serpentinen. Krass!

Schorsch wurde ständig von Dat Andi gelobt, da er zum Schnauferle wurde.

Am Endpunkt dieser beeindruckenden Fahrt wurde wieder getauscht und die Crew war wieder komplett. Da der Volvo gemuckt hatte, begleiteten wir das Team noch einige Kilometer, falls noch etwas sein würde. Alles fein. Also weiter, Kilometer fressen.

Am Abend wurden wir wieder mit mit dem Melkfett-Brothers vereint und drehten ein Video für das Geburtstagskind.

Da es schon spät war, suchten wir uns einen netten Schlafplatz. Bei Philipa, die einen netten Hof hat, wurden wir fündig. Philipa würde gerne im schottischen Hochland leben, aber eine Erkrankung zwingt sie in der Nähe eines Krankenhauses zu bleiben. Da steht man irgendwo im Nirgendwo, bei einer völlig fremden Frau (in blauen Tigerpfoten-Hauspantoffeln) auf der Pferdewiese und die Hausherrin öffnet uns das Gatter, ihr Herz und wir sind wieder einmal überwältigt von der Gastfreunschaft und Herzlichkeit der Briten.

Tag 4

Wir rückten bei der Party-Location früh ab und verließen die leise schnorchelnden Rallybegleiter Richtung Strand. Wir haben uns gedacht, dass diese Location für ein ausgiebiges Frühstück besser geeignet ist, als der schiefe Party-Ort. Und wir behielten Recht.

Am Strand gab es dann erst mal Frühstück. Anschließend genossen wir die Aussicht und erfüllten die Tagesaufgabe.

Schon malerisch, wie dort die hübsche, kleine Kirche auf einem Hügel oberhalb des Schicken Strandes tront und das feine Wetterchen den Anblick postkartentauglich in Szene setzt.

Aufgrund der Schönheit dieser Ecke, der super Stimmung und des perfekten Lichtes erfüllten wir gleich noch die Photo Challenge „Real Ladies“ – Mordsspaß!!!

Leider nerven einige Gespräche anderer Teams, welche sich über Tricks bei den Challenges unterhalten. Und zwei Schwaben wollten anscheinend geschwind übere klipp… anyway.

Schon wieder trödelten wir und lagen nun wieder einmal hinter dem Hauptfeld und mussten uns sputen….kamen aber nur zum nächsten Ort, wo wir zum einen ein feines Cafe vermuteten und auch noch Equipment für unsere Tibet-Flagge für die „Hisse eine Tibet Flagge auf einem Gletscher“ besorgen mussten.

Bei dem ganzen Spass und anschließenden, hervorragenden Scones trödelten wir weiter und vergassen komplett, dass wir noch eine den Task of the Day und die Roadmission und die Tagesetappe schaffen mussten. Also weiter zur Roadmission.

Es erwartete uns eine traumhafte Strasse durch die Snodonia Gebirgskette. -WOW-. Verdeck auf, Mucke an und genießen! So haben wir uns Wales in unseren Träumen nicht vorgestellt!